26. Mai 2011
Einer teilt reichlich aus und hat immer mehr; ein andrer kargt, wo er nicht soll, und wird doch ärmer. Die Bibel, Sprüche 11,24
„Ich gebe nichts, mir schenkt doch auch keiner was.“ Ein folgenschwerer Irrtum. Eine wissenschaftliche Studie zur „Ellenbogengesellschaft“ kommt unter anderem zum Ergebnis: „Gebende leben länger“.
Es ist die Weisheit des Alltags, die sich dahinter verbirgt. Ein Sprichwort sagt: „Wer gerne gibt, fragt nicht lange.“ oder wie es in der Apostelgeschichte heißt: „Geben ist seliger als nehmen“.
Kennen Sie selbst Situationen, in denen sich solche Erfahrungen auch für Sie bestätigt haben? Etwa, wenn Sie den Kindern oder Enkeln Ihre Zeit schenken, Ihr Ohr leihen oder ihnen etwas für die Fahrt an den Studienort zustecken?
Mit welchen Gefühlen gehen Sie an Straßenmusikanten vorüber? Die Beziehung der Deutschen zum Geld sei kompliziert und ist geprägt von Ängsten und Normen. So jedenfalls die Einleitung des Spendenberichts 2010 des DZI. Und weiter: in den Kirchen würden unangenehme Gewissensfragen gestellt. Was machen wir gegen das Elend in der Welt? Lohnt sich die Spende überhaupt? Ein Hunderter in den Klingelbeutel? Das ist doch übertrieben? Ein Zehner muß es auch nicht sein. Fünf Euro reichen, oder zwei. Bringt meine Spende überhaupt was, außer etwas Beruhigung fürs Gewissen?
Aber es geht ja nicht nur ums Geldgeben. Es geht auch um den Einsatz, das Engagement für das Gemeinwohl. Was bin ich bereit, einzubringen?
Übrigens: In unserer Gemeinde wurden 2010 insgesamt 34.855 € gespendet. Das ist keine Kleinigkeit. Danke!
Ich selbst habe schon mehrfach die Erfahrung gemacht – Geben macht reicher als Behalten. Ich verdanke alles, was ich bin und habe Gottes Güte. Von wegen, mir wurde nichts geschenkt.
Ihr Manfred Seifert