28. September 2010
Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan und niemand kann sie zuschließen. Offenbarung 3,8
Sich neue Räume erschließen, wenn es zu eng wird. Einen Ausweg finden, wo mir alles verschlossen scheint. Lieber eine offene Tür einrennen, als mit dem Kopf durch die Wand gehen.
Die Tür – ein Symbol in unserem Leben. Haben sie schon mal für sich entschlüsselt, was ihnen die Tür als Symbol bedeutet?
Die Offenbarung des Johannes beschreibt in Bildern nicht irgendwelche Ereignisse nach dem Ende der Welt, sondern den Ist-Zustand. Sie erwartet Hilfe und Erlösung durch Gott in der Zeit der Verfolgung.
Das Bild von der offenen Tür weist hin auf die Befreiung aus der Bedrängnis und auf einen Weg in ein neues Leben.
Wir sind Wanderer durch die Zeit. Wir überschreiten Schwellen und bewegen uns hinaus in die Welt. Dabei betreten wir neue Räume, auch fremde.
Offene Türen sind für uns lebensnotwendig. Für immer verschlossene Türen lassen uns etwas vom Tod erahnen.
Gott erschließt uns seine neue Welt – eine bahnbrechende Verheißung angesichts vieler aussichtslos erscheinender Situationen.
Wo haben uns nicht schon Menschen die Türe vor der Nase zugeknallt? Wo haben wir uns nicht schon mal selbst ausgeschlossen?
Gott verspricht uns eine für immer geöffnete Tür. Wer durch sie hindurch geht, tritt ins Freie. Freilich, auf dem Bild liegt der erschlossene Raum noch im Dunkel. Aber der neue Raum wird hell, wenn ich ihn betrete. Dann sehe ich mich in ihm um und erkenne, was er für mich bereit hält.
Gott hält für uns das Leben in seiner ganzen Fülle bereit.
Ihr Manfred Seifert