30. April 2007
Alle Zungen sollen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters. Philipper 2,11
Wenn Ihr Bekenntnis zu Christus Interesse weckt, dann ist es gut. Oft aber werden Christen mit einer Karikatur verwechselt. Viele meinen, Christen müssten den ganzen Tag knien und beten und alles was Spaß macht, wäre ihnen verboten.
Während kirchliche Einrichtungen wie Sozialstationen, Kindergärten, Schulen und altehrwürdige Kirchengebäude hohe Akzeptanz finden, ist gelebtes Christsein anscheinend nicht so gefragt – es wird zuweilen sogar verspottet.
So ging es auch Alexamenos auf der Karikatur, die in Rom um 125 n. Chr. in Stein geritzt wurde. „Alexamenos betet seinen Gott an“ ist die Bildunterschrift.
Sind Christen Eselsköpfe weil sie einen Esel anbeten? Für Menschen zur Zeit Jesu war das so. Paulus berichtet, dass die Botschaft von Christus den Juden eine Gotteslästerung und den gebildeten Griechen und Römern einfach Schwachsinn bedeutete.
Aber – so erklärt Paulus – für die, die sich auf Christus einlassen, ist ihr Glaube eine Kraft von Gott. Jesu Liebe zu den Menschen offenbart sich nicht nur in seinem Leben, sondern auch in seiner Lehre, deren Mittelpunkt die “Bergpredigt” ist, in der wir lesen:
Selig sind die Armen im Geiste; denn ihnen gehört das Himmelreich. Oft schon wurde dieses Wort Jesu benutzt, um einen seiner Anhänger für verrückt zu erklären – kein Wunder bei solchen Ansichten wie: Euch aber, die ihr mir zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde, tut denen Gutes, die euch hassen. Segnet die, die euch verfluchen. Betet für die, die euch misshandeln. Dem, der dich auf die linke Backe schlägt, halt auch die andere hin, und dem, der dir den Mantel wegnimmt, lass auch das Hemd.
“Das geht zu weit; das ist verrückt; das ist nicht zu machen; das geht an der Wirklichkeit vorbei! Wo kämen wir da hin?”
Ja, wo kämen wir da hin, wenn sich die Friedfertigkeit und die Solidarität mit den Schwachen durchsetzen würde als allgemeine Lebensart!
Ihr Manfred Seifert