25. September 2006
Gedanken zum Monatsspruch im Oktober
Am Sonntag, dem 1. Oktober ist es wieder soweit. Mit einem Familiengottesdienst feiern wir das Erntedankfest in unserer Kirche. Vorbereitet wird er zusammen mit den Kindern der Christenlehre. Der Posaunenchor wird unseren Gesang begleiten. Dabei sind Sie auch mit ihren Kindern zum Abendmahl eingeladen. Wir werden Brot und Wein (Traubensaft) miteinander teilen und so in die große Gemeinschaft der Glaubenden mit Gott einbezogen.
Jedes Fest braucht seine Vorbereitung. Wer etwas zum Schmuck der Kirche beitragen kann, ist gebeten, die Erntegaben und Blumen am Sonnabend zuvor im Pfarrhaus abzugeben oder am Sonntag vor dem Gottesdienst im Altarraum abzulegen.
Nach dem Gottesdienst sind alle zum gemeinsamen Mittagessen eingeladen. Es gibt Kartoffelsuppe mit Bockwurst.
Was feiern wir eigentlich?
Wenn ich dem Monatsspruch nachsinne fällt mir ein, dass es sich sicherlich nicht um eine Naturromantik handelt, die uns Städter kaum noch berührt. Auch können wir Gott nicht als Pseudonym für Natur stehen lassen. Vielmehr wird es wohl darum gehen, dass wir dankbar werden gegenüber Gott, dem Geber und Erhalter allen Lebens. Dazu gehört natürlich auch, was uns durch Saat und Ernte zugewachsen ist. Die natürlichen Lebendgrundlagen sind heute in besonderer Weise gefährdet. Dankbarkeit erhöht die Aufmerksamkeit für diesen Reichtum, der uns geschenkt und unserer Pflege und Verantwortung übergeben ist.
Erntedank hat eine Adresse. Der Empfänger ist nicht unbekannt.
Ihre Gisela Seifert