26. April 2011
Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes.
Die Bibel, Römer 15,13
„Wenn sie Wissenschaft, Kunst und Philosophie haben, brauchen sie keinen Gott.“ steht in einem Flyer der Giordano-Bruno-Stiftung – einer atheistischen Religionsgemeinschaft. Wenn ich das konsequent zu Ende denke, ist es hoffnungslos. Für mich.
Für andere mag das anders sein. Aber Gott ist für mich auch nicht diskutabel. Man kann ja vielleicht stundenlang mit Argumenten über Für und Wider Gottes streiten. Aber was soll es bringen? Einen Sieg nach Punkten? Dass einer seine Überzeugung wechselt?
Hoffnung aber wächst dynamisch aus Glaubenserfahrung und Begeisterung. Wir kommen von Ostern her und gehen auf Pfingsten zu. Durch die Kraft des Heiligen Geistes wächst nicht nur die Hoffnung, sondern auch die Freude am Glauben. Und das heißt auch Freude am Leben. Weil es eben nicht hoffnungslos und am Ende sinnlos ist. Es könnte womöglich einigen so passen, wenn am Ende das Nichts wäre. Aus und vorbei. Nichts danach, keine Verantwortung oder gar Rechenschaft.
Wer sich nur auf das verläßt, was er sieht und weiß, lebt mit einer sehr eingeengten Perspektive. Die Wirklichkeit ist größer und sie enthält soviele unsichtbare Möglichkeiten. Mit der Perspektive auf Gott lerne ich sie zu entdecken und zu erfahren.
Glaube – Gottvertrauen – ist ein Geschenk. Keine Ansichtssache. Das feiern wir auch zu Pfingsten. So wie das neue Leben aus Gott – die Auferstehung – ein Geschenk ist – so auch die Glaubensüberzeugung aus Begeisterung.
Diese Freude am Leben, die aus dem Glauben wächst, wünsche ich besonders unseren Konfirmanden. Mit dem Glauben sind nicht alle Fragen beantwortet, aber sie erscheinen alle in einem anderen Licht.
Ihr Manfred Seifert