2. November 2008
Wenn du den Hungrigen dein Herz finden lässt und den Elenden sättigst, dann wird dein Licht in der Finsternis aufgehen. Jesaja 58,10
Die Sommerzeit ist umgestellt. Die dunkle Jahreszeit mit ihren besonderen Gedenktagen und Festen hat begonnen. Da ist zunächst der 9. November zu nennen. Zur Erinnerung an die Pogromnacht 1938 trifft man sich um 14 Uhr an der Stele, wo die niedergebrannte Synagoge stand.
Der 9. November ist aber auch der Tag der Maueröffnung. Und nicht zuletzt feiern wir den Friedensgottesdienst zur Eröffnung der Friedensdekade am 9. November.
Gedenktage sind wichtig für unsere Gesellschaft, damit einschneidende Ereignisse – und damit verbundene Erfahrungen – nicht im Dunkel versinken.
So erinnern wir uns auch unserer Verstorbenen am Ewigkeitssonntag in Dankbarkeit und getrösteter Trauer.
Und dann beginnt schon mit einem ersten Licht die Adventszeit und damit ein neues Kirchenjahr.
Wirklich Licht ins Dunkle bringt menschliche Nähe und Zuwendung. So deutet es der Monatsspruch an. Dieses Licht ist ein Reflex des Lichtes, das von Jesus Christus ausgeht, dem Licht der Welt.
Möge jede Kerze, die in den kommenden Tagen angezündet wird, daran erinnern.
Ihr Manfred Seifert