31. Januar 2009
Gedanken zum Monatsspruch im Februar
Wo ist euer Glaube? Lukas 8,25
Nach Glaube und Religion zu fragen, nicht allgemein, sondern persönlich – ist Ihnen das zu intim?
In den meisten Weltgegenden ist diese Frage eine Selbstverständlichkeit und Religionszugehörigkeit ist ein wichtiges Persönlichkeitsmerkmal. In unsrer anhaltischen Landschaft scheint es anders zu sein. Warum eigentlich?
Glaube wird heute gern mit Vertrauen übersetzt. Wem kann ich wirklich vertrauen?
Manchmal aber wird Glaube auch als Vermutung verstanden. Ich vermute etwas, bin mir aber nicht ganz sicher. In England fahren Busse rum mit dem Plakat: „Wahrscheinlich gibt es keinen Gott – also mach dir keine Sorgen und genieße das Leben“.
Dieser Vermutung traue ich nicht. Genauso wenig wie der: „Wahrscheinlich habe ich die Haustür abgeschlossen – also fahre ich unbesorgt in den Urlaub“. Nein ich kehre um und sehe nach.
Umkehren und nachsehen, was es mit Gott auf sich hat. Wäre das nicht auch eine vernünftige Alternative?
So viele Fragen…
Ihr Manfred Seifert