27. November 2010
Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe.
Matthäus 3,2
Für Seeleute gilt, dass sie sich auf dem Meer zurechtfinden, wenn sie sich an den Gestirnen orientieren.
Nicht anders geht es uns. Auch wir orientieren uns am Himmel, um uns auf der Erde zurecht zu finden. Und wer sich verfahren, verstiegen oder verlaufen hat, kehrt um, wenn er noch alle Sinne zusammen hat.
Auch das Navigationsgerät fordert dazu auf.
Überhaupt das Navi. In der Regel vertraue ich ihm fast bedenkenlos. Auch wenn es mich auffordert, um 180 Grad zu wenden, vertraue ich, dass es mein Ziel nicht aus dem Speicher verliert. Das Ziel bleibt, der Weg ändert sich.
Johannes fordert auf, sich wieder Gott zuzuwenden, weil es Zeit ist, weil er nahe ist. Jetzt ist Zeit und Gelegenheit. Umkehr heißt auch Hinwendung zum Ursprung des Lebens, zur Kraftquelle des Menschseins. Aber wer lässt sich schon gerne sagen, dass es Zeit ist, umzukehren?
Die Fähigkeit zum Umkehren und Einlenken ist eine Stärke, überhaupt kein Anzeichen von Schwäche.
Und sich dann neu zu orientieren ist wichtig – am lohnendsten Ziel der Welt – am Himmel. Dort, wo sich das Leben an den Maßstäben Jesu orientiert. Dort, wo alles zum Guten gewendet, Tränen getrocknet und Verluste wieder gut gemacht werden.
Daran denken wir auch in der kommenden Adventszeit. Wir kommen her vom Vergangenen und wenden uns dem Kommenden zu. Jesus Christus, der als menschgewordene Liebe Gottes auf uns zukommt. Johannes der Täufer kündigt ihn an und fordert auf, sich ihm zuzuwenden. Das macht die Adventszeit aus.
Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern eine gesegnete Adventszeit und ein frohes Weihnachtsfest.
Feiern Sie mit uns die Gottesdienste in der Petruskirche. Lassen Sie sich berühren von den Liedern, Gebeten und Texten der Bibel.
Ihre Gisela und Manfred Seifert