Evangelische Petrusgemeinde Dessau-Nord

Evangelisch aus gutem Grund

Start in die Adventszeit

26. November 2010

Die erste Kerze am Adventskranz wird angezündet. Ein kleines Licht in der Finsternis der Zeit. Es werden mehr – bis wir die Geburt von Jesus Christus feiern – dem Licht der Welt.

Mit einem Familiengottesdienst starten wir in die Adventszeit. Wir werden die bekannten Adventslieder singen. Der Posaunenchor wird unseren Gesang begleiten. Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es für alle ein Potluck-Essen. Im vorigen Jahr hat das sehr gut geklappt.

Jeder bringt etwas mit und wenn wir einigermaßen Glück haben, reicht es nicht nur für alle, sondern jeder findet auch für sich etwas besonderes, was ihm gut schmeckt oder was er noch nicht kennt. Von Kuchen und Plätzchen bis Kartoffelsalat mit Würstchen – von belegten Brötchen bis zu einem Auflauf ist alles denkbar. So überraschen wir uns in dieser Vorweihnachtszeit gegenseitig. Für Kinder gibt es vorbereitete Bastelangebote.

Der Adventskranz wurde 1839 von dem evangelisch-lutherischen Theologen und Erzieher Johann Hinrich Wichern (1808–1881) eingeführt. Der Erzählung nach nahm der Hamburger Wichern sich einiger Kinder an, die in großer Armut lebten. Er zog mit ihnen in das Rauhe Haus, ein altes Bauernhaus, und betreute sie dort.

Da die Kinder während der Adventszeit immer fragten, wann denn endlich Weihnachten sei, baute er 1839 aus einem alten Wagenrad einen Holzkranz mit 19 kleinen roten und vier großen weißen Kerzen.
Jeden Tag der Adventszeit wurde nun eine weitere Kerze angezündet, an den Adventssonntagen eine große Kerze mehr, sodass die Kinder die Tage bis Weihnachten abzählen konnten.

Aus dieser großen Ausführung mit minimal 18, wenn der Heiligabend mit dem vierten Adventssonntag zusammenfällt, bis maximal 24 kleinen (wenn Heiligabend auf einen Sonnabend fällt) und vier großen Kerzen hat sich der Adventskranz mit vier Kerzen entwickelt.

Petruskirche Dessau
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